Veröffentlicht in Allgemein, Bienen

Honigernte aus der Bienenkiste – Teil 1

Mitte Juli war es endlich soweit: wir konnten das erste Mal Honig aus unserer Bienenkiste ernten!

Wie schon beschrieben (und auch hier nachzulesen) ist die Bienenkiste ein System, das nicht auf eine Maximierung des Honigertrags, sondern auf wesensgemäße Bienenhaltung ausgelegt ist. Es gibt jedoch die Möglichkeit, in guten Jahren überschüssigen Honig, der vom Bienenvolk nicht zur Überwinterung benötigt wird, zu entnehmen.

Da wir ja ein bisschen autodidaktisch imkern was die Bienenkiste angeht (der Imkerkurs, an dem ich teilgenommen habe bezog sich immer nur auf Magazinimkerei) hatte ich noch eine Honigernte bei der Bienenkiste selbst erlebt, sondern nur Bilder und Videos gesehen und Beschreibungen gelesen.

Ich war also schon ein bisschen aufgeregt, aber dank der guten Dokumentation und Beschreibung im Buch und auf der Bienenkiste-Homepage zuversichtlich, dass wir das gut hinkriegen würden.

Am Vorabend der geplanten Ernte haben wir die Kiste geöffnet (zum ersten Mal seit ca. vier Wochen) um uns einen Überblick zu verschaffen. Es sah super aus, wie im Lehrbuch! Die Honigraumwaben waren vollständig verdeckelt und so wie es aussah, war auch keine Brut mehr im Honigraum. (In der Bienenkiste wird kein Absperrgitter verwendet, das verhindern würde, dass die Königin in den Honigraum kommt, und so kann sich das Brutnest zwischenzeitlich auch bis in den Honigraum ziehen.)

Mit einem langen Messer trennte ich die Brutraumwaben von den Honigwaben, um für die Ernte am nächsten Morgen eine honigfreie Sollbruchstelle zu erzeugen. Das war zwar eine etwas klebrige Angelegenheit, ermöglichte uns aber auch schon eine erste kleine Kostprobe.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 5:30 Uhr. Bei dem warmen Wetter wollte wir möglichst früh ernten, um die kühleren Nachttemperaturen noch ausnutzen zu können, außerdem sind so früh auch noch nicht so viele Sammelbienen unterwegs.

Wir hatten vorher das Vorgehen genau besprochen: ich zog die einzelnen Waben heraus, dann fegten wir sie grob über der Bienenkiste ab, trugen sie ein Stück weg, wo der Liebste sie dann von letzten aufsitzenden Bienen befreite und bienensicher in einer Plastikkiste verstaute.

Weitestgehend klappte das auch so wie wir uns das vorgestellt hatten und nach ca. einer Stunde hatten wir 12 wunderschöne, schwere, volle Honigwaben in unserer Plastikkiste, konnten die Bienenkiste wieder zu machen und die Bienen in Ruhe lassen.

honig

Danach folgte Teil 2 der Honigernte: die Verarbeitung.

Ein Kommentar zu „Honigernte aus der Bienenkiste – Teil 1

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